Treppenumbau

Treppendurchgang Der Treppendurchgang war zu niedrig. Nach dem Treppenumbau kann man ohne sich den Kopf zu stoßen die Treppe begehen.
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Wie in vielen alten Häusern ist auch in unserem Schnäppchenhaus der Treppenaufgang sehr niedrig.
Sogar Sabine, die die kleinste von uns ist, muss den Kopf auf der Treppe einziehen. Nur wer kleiner als 1,65 ist kommt, ohne Gefahr zu laufen sich den Kopf zu stoßen, über die Treppe. Die Leute waren früher offensichtlich deutlich kleiner. Oder hatten härtere Schädel.

Im Flur wurde schon vor Jahren eine Gipskartondecke angebracht. In einer Ecke ist der Gipskarton aufgeweicht und es hat sich etwas Schimmel gebildet. Verursacht wurde dies durch undichte Verfugung der Fliesen im Bad darüber. Da die Decke eh erneuert werden muss, brauche ich bei dem Treppenumbau nicht groß Rücksicht zu nehmen. Mit einer Säge öffne ich die Decke rund um den Treppendurchbruch um einen Blick auf die Deckenkonstruktion zu bekommen.

Zum Glück ist die Konstruktion der Balkendecke einfach umzubauen. Die auftretenden Kräfte kann ich leicht mit einem neuen Balken auffangen. Den alten Balken schneide ich mit einem elektrischen Fuchsschwanz so knapp wie möglich über dem Balken in der Wand ab. Da sich das Sägeblatt während des Sägens biegen lässt, ist das nicht allzu schwierig. Ein weiterer Schnitt durch den Balken lässt mich das alte Stück, nachdem ich auch den Holznagel mit dem Fuchsschwanz durchtrennt habe, leicht entfernen.

Balkenkonstruktion im Treppendurchgang

Der Treppendurchgang nach dem Umbau. Der neue Balken gibt 25-30cm mehr Kopffreiheit beim begehen der Treppe.

Nachdem ich den neuen Balken nun genau ausmessen kann geht's erst einmal ins Sägewerk um einen geeigneten Balken zu besorgen. Zwei Ortschaften weiter gibt es ein Sägewerk, die auch einen passenden Balken auf Lage haben. Für 10 Euro, inklusive Trinkgeld fürs ablängen, hab ich den gleich mit genommen.

Alte und neue Verzapfung im Treppendurchbruch.

Im Bild oben kann man den alten, abgeschnittenen Zapfen rechts sehen. Den neue Balken links habe ist ebenso Verzapft.

Auch wenn man den Balken später nicht sehen wird, will ich den wieder mit Verzapfungen wie beim alten Balken einbauen. Das Stemmen der Zapfenlöcher ist nicht so schwierig. Wird aber durch einen Ast in dem Balken in der Wand etwas erschwert. Nach etwa 4 Stunden hab ich den neuen Balken drin und der Durchgang ist deutlich höher. Nun kann man auch mit 1,90 m Länge ohne den Kopf einzuziehen auf der Treppe laufen. Innen verkleide ich den Treppendurchgang wieder mit Fichtenbrettern.

Foto: Dagobert Wiedamann für mein-schnaeppchenhaus.de

Deine Meinung

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Kommentar (1)

Sabine


5 von 5

(02.09.2015)

Supi! Jetzt können wir endlich die Treppe hochgehen ohne uns den Kopf zu stoßen oder uns bücken zu müssen!!