Ansicht Außen Ansicht von Außen. Sieht noch etwas wild aus.

Bestandsaufnahme vor den ersten Renovierungsarbeiten

Erster Eindruck vom Zustand des Fachwerkhauses vor dem Kauf

Von außen kann man erkennen, dass einige Jahre keine Instandhaltungsarbeiten an dem Fachwerk, den Fenstern und der Fassade mehr gemacht wurden. An den Holzfenstern blättert die Farbe ab. An den Balken des Fachwerks kann man im Bodenbereich die ersten Spuren der Zersetzung sehen. An der Straßenseite sind die Grundbalken schon mal überarbeitet worden. Von einer löchrigen Stelle der Dachrinne tropft Wasser vor die Wand. Die kontinuierliche Feuchtigkeit hat an der Stelle das Balkenwerk verfaulen lassen. Sieht auf den ersten Blick nicht allzu großflächig aus.

Erster Eindruck von außen

Fachwerk ist nur zur Straßenseite hin sichtbar. Die Talseite und die Giebelseite sind mit Schiefer verblendet. Soweit sichtbar scheint die Schiefertäfelung zwar ohne Dämmung aber weitgehend in Ordnung zu sein. Das Fachwerkhaus wurde 1902 als Doppelhaushälfte gebaut. Die Schieferverkleidung wurde nachträglich, vermutlich in den 70ern angebracht. In den Jahren war das oft üblich bei Fachwerkhäusern die Wetterseite mit Schiefer vor Schlagwasser zu schützen. Leider kann man durch die Vertäfelung den Zustand des Fachwerks nicht mehr sehen. Da könnte die eine oder andere Überraschung auf uns warten.

Zustand von innen

Unter dem Dach

Innen fange ich mal unter dem Dach an und arbeite mich zum Gewölbekeller vor. Das Dach ist ein großer Raum. Keine Dämmung und nicht ausgebaut. Ein paar Schindeln sind in einer Ecke verschoben und es regnet dort hinein. Einige Dachbalken und Sparren sind verfault und müssen getauscht werden. Scheint aber nur einige Balken zu betreffen. Boden ist weitgehend stabil und trocken. Bis auf die Ecke in der es rein regnet. Der Kamin ist trocken und fest. Auf dem Dach kann ich den Kamin nur von weitem sehen. Scheint aber auch stabil zu sein. Die Stromeinführung ist am Dach und auch dicht. Wurde scheinbar in den letzten Jahren erneuert.

Erster Stock

Im ersten Stock wurde im Treppenhaus ein kleines Bad, nachträglich eingebaut. Recht ungeschickt gemacht. Die Längswand blockiert den Treppenaufgang zum Speicher. Ich halte die braunen Fliesen, die auch an der Außenwand für die Abdichtung des Bads sorgen für bedenklich. Oft wird durch das Abdichten von Fachwerk auf der Innenseite die Feuchtigkeit in der Wand gefördert. Na egal, die Fliesen müssen sowieso runter. Die Farbe geht gar nicht. Im Bad rechne ich mit der einen oder anderen Pilzzucht.
In einem Raum im Obergeschoß gab es vor Jahren einen Zimmerbrand. Der Brand scheint nur ein paar Bodendielen durchgebrannt zu haben. Das Balkenwerk sieht weitgehend ok aus. Schäden durch das Löschwasser sind längt abgetrocknet. Im Erdgeschoss kann man noch etwas davon sehen, aber dazu später. An der Giebelseite wurde beim Anbringen der Schiefervertäfelung ein Fenster geschlossen. Allerdings nur mit Latten und Schiefer. Das werden wir sicher wieder öffnen, um etwas Licht in das Zimmer zu b ringen. Im Raum nebenan, wurde zur Talseite irgendwann ein Fenster ersetzt oder vergrößert. Leider wurde dies recht unprofessionell gemacht. Offensichtlich wurde dabei auch eine Reparatur an der Außenwand gemacht. Allerdings hat man dazu Zementputz verwendet. Alle Ausfachungen sind mit Lehm gemacht. Unter Dem Fenster ist die Wand feucht. Ich bin mir nicht sicher ob das von der mit Zementputz abgedichteten Fläche liegt oder ob es am Fenster eine Undichtigkeit gibt. Die beiden Treppen, die zum Speicher und die zum Erdgeschoß, sind schlichte Holztreppen und in einem guten Zustand.

Erdgeschoß

Im Erdgeschoß gibt es das Treppenhaus, das auch der Eingangsbereich ist, eine Küche und zwei weitere Räume. Der Raum, der unter dem Zimmerbrand im Obergeschoß liegt, zeigt an der Decke und auf einer Wand noch den Wasserschaden. In der Küche ist die Lehmwand aufgeweicht und es müssen dadurch die Aufhängungen der Küchenschränke aus der Wand gerissen sein. In den beiden talseitigen Räumen wurden die Dielenböden mit Faserplatten und Kunststoffböden abgedeckt. Da werden wir sicherlich auch Feuchtigkeit und Schimmel finden. Gerade über dem kalten Gewölbekeller ist es keine gute Idee den Boden abzudichten. Aber das wird sich zeigen wenn wir die Böden öffnen.

Keller

Der Keller ist sicherlich eines der Highlights des Fachwerkhauses. Ein etwa 3m hoher Gewölbekeller aus Naturstein gemauert. Trotz Hanglage ist er auch auf der Bergseite offensichtlich trocken. Einziges Manko ist die etwas steile Kellertreppe. Der Deckenausschnitt ist sehr eng und man kann nicht aufrecht gehen. Im Keller finden sich die Heizung, eine alte Ölheizung Baujahr Anfang der 80er und der Öltank. Witzig ist eine freistehende Toilette neben dem Ausgang zum Garten. Überall im Keller gibt es Betonböden, die trocken scheinen. An einer Wand im Keller sind steinerne Futtertröge eingemauert.

Zustand des Gartens

Den Garten kann man getrost als nicht existent beschreiben. Eine Treppe die Außen am Haus hinunter auf den Vorplatz der Garage führt haben wir nur durch Zufall entdeckt. Die größte Fläche wird von einem Nachbarn als Futterquelle für seine Rinder genutzt. Er schneidet das Gras von Zeit zu Zeit mit dem Traktor. Der Garagenvorplatz ist total zugewuchert. Wir haben mit einiger Mühe entdeckt das zumindest teilweise Pflaster verlegt zu sein scheint.

Foto: mein-schnäppchenhaus.de

Elektroinstallation

Elektroinstallation

Der Zustand der Elektroinstallation ist wie für ein über 100 Jahre altes Fachwerkhaus zu erwarten war.