Kram Die vorbesitzer unseres Schnäppchenhauses haben einiges an Kram hinterlassen.

Erstes Bauwochenende

Samstag. Wir haben große Pläne. Die Böden im Erdgeschoß sollen heute raus. Die Kunststoffböden und der Teppich mit den darunterliegenden Spanplatten sollen raus und die Dielen frei gelegt werden. Wenn möglich wollen wir die orginal Dielen erhalten.

Da das Wetter passt, soll auch im Garten der gröbste Wildwuchs weichen. Die zugewucherte Treppe soll befreit werden und auf Vorplatz der Garage soll der Bewuchs verschwinden.

Um an die Böden ran zu kommen müssen wir auch noch die Hinterlassenschaft der Vorbesitzer weg räumen. Hoffentlich finden wir Jemanden, der zumindest einige der Dinge auf dem Flohmarkt verkauft.

Böden im Erdgeschoß

Im ersten Zimmer liegt ein PVC-Belag auf 12mm Verlegeplatten. Der PVC-Belag ist auf die Verlegeplatten vollflächig verklebt. Und die Verlegeplatten mit den Dielen darunter verschraubt.

Den PVC-Belag von den Verlegeplatten zu ziehen erweist sich als schlicht unmöglich. Den ersten Quadratmeter haben wir in Streifen mit 10cm Breite abgezogen. Das Schneiden mit einem Teppichmesser und das Abziehen hat etwa eine halbe Stunde gedauert. Das kostet endlos Kraft und geht so nicht! Also Plan B. Einschneiden an den Plattengrenzen und mit einem großen Nageleisen die Platten raushebeln. Das geht etwas schneller, kostet aber auch ziemlich viel Kraft. Schrauben waren offensichtlich billig zu der Zeit als der Boden eingebaut wurde. Die Meisten Schrauben reißen durch die Verlegeplatten und bleiben in den Dielen stehen. Nach etwa drei Stunden ist der Boden in einem Raum raus. Die stehenden Schrauben ziehe ich mit dem Nageleisen. Die Dielen sind 110 Jahre alt, die paar Splitter die mit ausreißen spielen keine Rolle.
Die Dielen sind offensichtlich noch die originalen. Das Holz ist stabil, kein Schimmel oder Hausschwamm. Sie sind mit einer rotbraunen Farbe gestrichen. Zwischen den Dielenbrettern sind Abstände von 1mm bis 8 mm. Wir diskutieren eine Weile ob wir die Dielen erhalten sollen oder ob wir sie erneuern. Wir beschließen erst alle Böden frei zu legen und dann zu entscheiden was wir mit den Dielen machen.

Erster Boden ist raus, die Dielen sehen noch gut aus.

So sieht das doch schon mal gut aus. Bodenbeläge sind raus.

Zwischenspiel Heizung

Beim Mittagessen bekommen wir Namen und Telefonnummer eines Heizungsbauers aus der Nachbarschaft. Er ist bereit gleich mal vorbei zu kommen. Er ist auch gleich da und wir zeigen ihm unseren Heizkessel. Kurz entschlossen drehen wir den Hauptwasserhahn auf und füllen den Heizkreislauf. Geschrei von Sabine oben! Die Wasserhähne im ganzen Haus sind offen. Dumm nur, das in der Küche kein Waschbecken mehr ist. Als sich die Heizung füllt, fangen zwei Heizkörper an zu trielen. Im Wohnzimmer und in der Küche läuft das Wasser aus den Heizkörpern. Da sind offensichtlich einige Dichtungen zwischen den Gusssegmenten ausgetrocknet. Das bedeutet wir brauchen neue Heizkörper!

Der Heizungsbauer hat inzwischen den Brenner abgebaut. Leider ist der Schamottring der den Deckel des Brenners auskleidet zerbröselt. Der muss ersetz werden. Der Heizungsbauer sagt zu in zwei Wochen nochmal zu kommen um den Heizkessel instand zu setzen und Probelaufen zu lassen

Fortschritt im Garten

Markus hat die Treppe zum Garten freigeschnitten und einen Teil des Kopfsteinpflasters vor dem Keller und der Garage frei gelegt. Das Kopfsteinpflaster ist in einem überraschend guten Zustand. Auch hier ist die Arbeit deutlich anstrengender als gedacht. Über dem Kopfsteinpflaster liegen etwa 10cm Erde die massiv mit Wurzeln durchzogen ist.

Zugewucherter Vorplatz der Garage

So sieht der Platz vor dem Freiräumen aus.

Boden im Wohnzimmer

Erst mal räumen wir alle Kartons in das Zimmer in dem wir die Dielen schon frei gelegt haben. Im Wohnzimmer ist offensichtlich schon früher öfter mal Wasser aus dem Heizkörper gelaufen. Unter dem Teppich und den Verlegeplatten findet sich reichlich Schimmel. Unter den Verlegeplatten sind zusätzlich Filzplatten verlegt. Auch die sind voll mit Schimmel. Die Verlegeplatten sind durch die Nässe und den Schimmel so brüchig, das sie in kleine Teile zerbröseln. Das macht das Rausheben der Platten in großen Stücken unmöglich. Nach einer Plattenreihe sind wir konditionell am Ende. Den Rest des Bodens zu entfernen, verschieben wir erst einmal.

Schimmel unter dem Boden im Wohnzimmer

Schimmer unter dem Bodenbelag im Wohnzimmer.

Plan und Wirklichkeit

Plan war ja alle Böden im Erdgeschoß raus zu reißen und den Wildwuchs im Garten einzudämmen. Wie immer hält der lan die Konfrontation mit der Wirklichkeit nicht aus.  Geschafft haben wir 1 1/3 Zimmer und etwa 1/3 dessen was wir uns im Garten vorgenommen hatten. Wir sind es einfach nicht gewohnt körperlich schwer zu arbeiten. Heute machen wir nur noch ein paar kleiner Arbeiten wie ein Türschloss im Keller zu reparieren. Auch Bilder für die Baudokumentation machen wir noch. Etwas frustriert ob des Baufortschritts und den defekten Heizkörpern machen wir für heute Schluss. In Zukunft müssen wir kleinere Häppchen planen oder etwas Kondition aufbauen.

Foto: M. Lenk - D. Wiedamann für mein-schnaeppchenhaus.de

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